21.01.2013: 2169 Einsatzstunden für Gefahrenabwehr und Rettung

Öl zu Land und zu Wasser
Im letzten Jahr entfielen 29% oder 37 Einsätze auf den Bereich Ölwehr. Dies entspricht gegenüber 2011 einer Zunahme um 15%. Insgesamt 7 Ölverschmutzungen betrafen den Murtensee oder den Broyekanal und erforderten eine Intervention mit dem Feuerwehrboot. Im Rahmen ihrer Funktion als kantonaler Sonderstützpunkt Gewässerschutz rückte die Feuerwehr Region Murten ebenfalls zu einer ausgedehnten Ölverschmutzung im Hafen von Cheyres (Neuenburgersee) aus. In den frühen Morgenstunden des 8. Novembers waren vier Motorboote in Brand geraten, worauf zwei der Boote sanken. In der Folge trat Dieselöl aus und verschmutzte Teile des Hafens. Um das ausgelaufene Öl zu entfernen, setzte der Sonderstützpunkt Murten mit Erfolg erstmals einen Skimmer, ein schwimmendes Ölabsauggerät, ein. Bei sämtlichen Verschmutzungen auf Gewässern bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Die restlichen Ölwehr-Einsätze betrafen Verschmutzungen von Strassen nach Verkehrsunfällen oder infolge menschlichen Versagens.

Im Einsatz für grosse und kleine Tiere
Am zweithäufigsten, nämlich 27 Mal (21%), mussten die Einsatzkräfte zu technischen Hilfeleistungen ausrücken wie Liftrettungen, Wasserleitungsbrüchen oder Tierrettungen. So verunglückte am 22. März 2012 ein Personenwagen mit einem Pferdeanhänger auf der Autobahn A1 zwischen Kerzers und Murten. In einer aufwändigen Bergungsaktion gelang es der Feuerwehr, das im umgekippten Anhänger eingeschlossene Pferd zu bergen. Nebst Grosstieren galt es auch, kleinen Tieren aus der Not zu helfen: so mussten Mitte August Jungvögel befreit werden, welche in einem Kamin eingeschlossen waren. Insgesamt retteten die Einsatzkräfte im letzten Jahr 8 Tiere aus einer misslichen Lage.

Wenig Brände
Der seit mehreren Jahren anhaltende Trend einer tiefen Anzahl an Brandereignissen bestätigte sich auch im letzten Jahr. So entfielen im Jahr 2012 lediglich 10% aller Einsätze (13 Ereignisse) auf den Bereich Brandbekämpfung. Die Zahl der Brände liegt somit gegenüber 2011 deutlich tiefer (29 Brände). Dabei reicht das Spektrum von Bagatellen wie Brand eines öffentlichen Abfalleimers über Fahrzeugbrände bis hin zu Küchen- und Kaminbrand. Kaum verändert hat sich hingegen die Zahl der Fehlalarme durch automatische Brandmeldeanlagen. So rückte die Feuerwehr Region Murten zu insgesamt 25 Brandalarmen aus, welche sich im Nachhinein als Fehlalarme entpuppten.

Wichtiges Kompetenzzentrum für Gefahrenabwehr und Rettung über den Kanton Freiburg hinaus
Mit ihren kantonalen Aufgaben Öl- und Chemiewehr, Personenrettung bei Unfällen und als Sonderstützpunkt Gewässerschutz für den gesamten Kanton Freiburg, nimmt die Feuerwehr Region Murten eine wichtige Funktion als Kompetenzzentrum für Gefahrenabwehr und Rettung über die Kantonsgrenzen hinaus wahr. So umfasst der Zuständigkeitsbereich der Stützpunkt-Kompanie ebenfalls angrenzende Teile des Kantons Bern und des Kantons Waadt sowie die Autobahn A1. So wurde die Feuerwehr Region Murten zum Beispiel am 1. Februar zu einer Personenrettung nach Verkehrsunfall in Wileroltigen (Kanton Bern) oder am 18. November zu einer Bergung eines sinkenden Motorbootes im Hafen von Cudrefin (Kanton Waadt) gerufen. Von den insgesamt 130 Ereignissen wurden 54 Interventionen (44%) in den Gemeinden des Gemeindeverbandes geleistet. Die restlichen Einsätze erfolgten ausserhalb des Gemeindeverbandes zur Unterstützung von Ortsfeuerwehren im Seebezirk oder für kantonale Aufgaben. 

Einsatzzahlen:

Bildbeilage:
Fotohinweis: Feuerwehr Region Murten

Fragen:
Sollten Sie Fragen haben, steht Ihnen der Kommandant, Herr Claudio Mignot, unter Telefon 026 670 15 02 oder 079 961 70 73 zur Verfügung.